Angst ist ein bekannter Begleiter bei Veränderungen. Die Angst vor der Angst lässt uns Situationen meiden. Wie Sie in Ihre Angstkraft kommen und mehr Zufriedenheit erlangen, lesen Sie hier.

Angst ist ein wohlbekannter Begleiter bei Veränderungen

Normalerweise taucht die Angst auf, wenn Gefahr lauert, wir uns bedroht fühlen oder befürchten, etwas Existenzielles zu verlieren. Wir nehmen die Angst im Körper wahr. Unser Herz klopft, wir schlafen schlecht, das Gedankenkarussell dreht sich. Wir fühlen wir uns fahrig, nervös und wie gelähmt.  Dabei ist die Angst oft ein guter Ratgeber, der uns schützt und immer eine emotionale Botschaft vermittelt, die gehört und gesehen werden will. Vor allem weist die Angst auf das Unbekannte, das Nichtwissen, das mysteriöse Geheimnis jenseits unserer Begrenzung hin. Wie Sie in die Kraft der Angst kommen lesen Sie hier.

Die Angst vor der Angst lässt uns unbekannte Situationen meiden

Für viele Menschen ist das Gefühl selbst allerdings bereits bedrohlich – die Angst vor der Angst. Das Vermeiden von Auslösern ist eine Strategie, die häufig verlockend ist. Je mehr wir uns absichern, desto mehr scheint die Gefahr gebannt. Allerdings begrenzen wir uns dabei und das unbekannte Feld hinter dieser Grenze wird größer und damit auch die Angst. In einer nächsten Situation vermeide ich noch schneller das, was mir Angst macht und ich bin immer weniger breit mich auf neue, vielleicht beängstigende Situationen und Menschen, einzulassen. So sind wir im Teufelskreis gefangen, begrenzt in bekannten und vertrauten Denk- und Handlungsmustern. Was wäre, wenn wir das Unbekannte in uns, im Anderen und in der Welt genauso wertschätzen könnten, wie das, was wir schon kennen? Stattdessen wird unsere Lust auf Neues überdeckt von Sicherheits- und Kontrollmechanismen, die wir dann wiederrum kompensieren.

Mehr und mehr lähmt uns diese Angst vor der Angst und verhindert, dass wir ein zufriedenes, erfülltes und kreatives Leben führen. Wir meiden das geheimnisvolle Unbekannte, bleiben innerhalb unserer persönlichen Komfortzone und weichen jeder Art von Veränderung aus. Dabei bleibt manchmal unbemerkt, dass wir uns immer mehr in unserer Freiheit und Selbstermächtigung einschränken, nur die Unzufriedenheit und Leere sind unübersehbar. Der einzige Weg geht über die Angst selbst, denn die Angst enthält einen kritischen und einen positiven Aspekt. Entweder lähmt sie uns oder schenkt uns Kraft.

Wie wir in die Kraft der Angst kommen und ein Mehr an Zufriedenheit leben

Wenn wir diese Kraft erfahren wollen, geht es nicht darum, die Angst zu besiegen, etwas zu überwinden, erst dieses oder jenes zu vollenden, zu bearbeiten oder zu therapieren. Es geht darum, alle Gefühle gleichermaßen zu spüren: willkommen heißen, umarmen, lauschen, in sie atmen, sich mit ihnen bewegen, fließen lassen und mehr und mehr vertrauen, dass mit dem nächsten Einatmen ein neuer Augenblick entsteht und ein neues Gefühl auftaucht.

Wenn wir der Angst bewusst begegnen, sie einladen, uns hineinfallen lassen in dieses Nicht-Wissen, in dieses Magische, Unbekannte und wirklich zuhören, anerkennen und als wertvoll erachten, beginnen sich die Grenzen aufzulösen. Wir öffnen einen weiten Raum der unsere Schöpferkraft weckt. Plötzlich suchen wir die Inspiration, werden kreativ, spüren eine starke innere Verbindung, fragen nach dem Sinn und wachsen über uns hinaus. Diese Kraft zu erwecken bedeutet nach unserer Sehnsucht zu forschen: Was will ich, was ist wichtig, was will ich in die Welt bringen?

Wo ruft dich deine Sehnsucht, welche Träume hast du schon lange begraben und was würdest du ins Leben bringen, gäbe es kein Risiko?

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