Der Goldene Oktober ist kaum vorbei, da lassen die Bäume ihre bunten Blätter fallen. Die Natur zieht sich zurück. Die dunkle Jahreszeit schlägt vielen Menschen auf die Stimmung. Es ist kalt, trüb und wird an manchen Tagen nicht richtig hell. Wir fühlen uns müde und ohne Antrieb. Morgens kommen wir schwer aus dem Bett, sitzen schlaff hinterm Schreibtisch und schwingen uns am Abend mit Süßigkeiten auf die Couch. Was uns fehlt, ist das Licht, die Wärme, die Sonne. Ist das wirklich so? In diesem Blogbeitrag gebe ich dir 6 Tipps gegen den Blues in der dunklen Jahreszeit. Meinen absoluten Lieblingstipp mit Bonus-Geschenk für dich findest du unter Punkt 6: Stimme dich auf den Rhythmus der Natur ein und umarme die Dunkelheit wie eine gute Freundin.

Tipp #1 Raus an die frische Luft bei Wind und Wetter

Menschen, die einen Hund haben oder täglich mit dem Rad zur Arbeit fahren, leben häufig nach dem Motto: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.“ Sie scheuen sich nicht vor Wind und Wetter und tun sich damit etwas Gutes. Die Tage sind oft sehr trüb und kaum wird es etwas heller, da geht die Sonne auch schon wieder unter. Uns fehlt Vitamin D, was die Produktion des Glückshormons Serotonin anregt. Bewegung an der frischen Luft bringt das Hormon und uns wieder in Schwung. Schon Spaziergänge von 30 Minuten steigern unser Wohlbefinden. Das natürliche Tageslicht ist da besser geeignet als künstliches Licht. Der Gang an die frische Luft stärkt unser Herz-Kreislauf- und Immunsystem und hebt die Stimmung.

Tipp #2 Lass dich berühren und umarmen

Berührungen, Umarmungen und Massagen bauen Stresshormone ab. Die Ausschüttung des Kuschelhormons Oxytocin sorgt dafür, dass sich unser Herzschlag verlangsamt, wir beruhigen und entspannen uns und fühlen uns wieder wohl in unserer Haut. Aktuelle Studien belegen, dass Umarmungen, die Hand halten, regelmäßiger Körperkontakt sogar Ängste abbauen, Depressionen entgegenwirken können und Schmerzen lindern.

Eine Umarmung dauert für mich übrigens nicht nur eine Sekunde, in der sich lediglich die Schulterpartien, Oberkörper oder die Wangen leicht berühren. Beobachte mal deine Umarmungen, wie lange dauern sie? Versuche mal 3 Sekunden jemandem mit dem ganzen Körper zu umarmen und zähle im Stillen langsam … 21, 22, 23 …  Du wirst einen deutlichen Unterschied in der Wirkung spüren.

Tipp #3 Verwöhne dich mit nährender Selbstliebe und iss dich glücklich

In der dunklen Jahreszeit haben wir mehr Lust auf Naschzeug, fette Speisen und Kohlenhydrate. Uns fehlt die Sonne und das Glückshormon Serotonin. Serotonin wird mit Hilfe der Aminosäure Tryptophan im Gehirn hergestellt. Und das holt sich der Körper über die Ernährung. Nahrungsmittel wie Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Schokolade mit hohem Kakaoanteil und wenig Zucker, Bananen, Käse und Nüsse bringen deinen Stoffwechsel in Gang und sorgen für mehr Antrieb und bessere Stimmung.

Ein besonderes Selbstliebe-Rezept von mir für dich

Safran-Mandelmilchreis

Du benötigst: 100 g Milchreis, 250 g Mandelmilch, 2 Kardamomkapseln, 1 Prise Safran, 1 EL Mandelmus, 1 EL Honig, 1 Prise Zimt, kl. gehackte Mandeln

Gib Milchreis, Mandelmilch, Kardamom in einen Topf und koche es kurz auf. Reduziere die Hitze auf kleine Stufe und lass den Milchreis unter ständigem Rühren köcheln. Bei Bedarf fülle Flüssigkeit auf – warmes Wasser, bis der Milchreis gar ist. Füge Honig, Zimt und Mandeln hinzu und bestreue den Milchreis mit Zimt. Die Nüsse kannst du in der Pfanne ohne Fett anrösten und über deinen Milchreis streuen.

Weitere Rezepte findest du in meinem kostenfreien spirituellen Workbook „Tief verwurzelt in der dunklen Jahreszeit“. Ab dem 1. November kannst du dich hier für meinen Newsletter eintragen und erhältst mein Workbook.

Tipp #4 Lach dich gesund und stärke dein Immunsystem

Im ganz Deutschland erleben Lachyoga-Kurse einen Boom. Fremde Menschen kommen zusammen und lachen nach bestimmten Übungsanweisungen. Und schon vor 30 Jahren entstanden die ersten Lachtherapien in Kliniken. Insgesamt sind beim Lachen 17 Gesichtsmuskeln in Aktion. Unsere Atmung wird intensiver, Stress baut sich ab, Glücksgefühle werden produziert und das Immunsystem gestärkt. Wer regelmäßig lacht, tut sich nicht nur zur dunklen Jahreszeit etwas Gutes. Das kann ein lustiger Film oder ein Buch sein, ein ausgelassener Abend, ein Kabarettstück, ein Clown-Besuch, kitzeln, Witze erzählen – alles, was zum Lachen anregt, ist erlaubt.

Tipp #5 Bring dich täglich ins Schwitzen und vertreibe die schlechte Stimmung

In der dunklen Jahreszeit möchten wir am liebsten im Bett bleiben oder so schnell es geht auf die Couch mit Wolldecke, Kerzenschein und einem Glas Wein. Das ist ganz natürlich und auch gut so. Im Winter, wenn die Tage kürzer werden, schüttet der Körper mehr Melatonin aus – ein Schlafhormon und Gegenspieler des Serotonins. Damit wir nicht gänzlich in der trüben Stimmung versinken, ist Bewegung wichtig. Ein täglicher Gang durch die Kälte, ein Yoga- oder Pilates-Programm oder regelmäßiges Training hält nicht nur die Kalorien in Schach, sondern stärkt ebenso das Immunsystem. Und die anschließende Sauna sorgt für wohltuende Entspannung und schützt vor Erkältungen.

Tipp #6 Stimme dich auf den Rhythmus der Natur ein und umarme die Dunkelheit wie eine gute Freundin

Was wäre, wenn unser Winterblues nicht von dem fehlenden Licht kommt, sondern weil wir nicht mehr nach dem Rhythmus der Natur leben? Der Umgang mit der Dunkelheit, die Schattenseiten des Lebens, ist uns fremd geworden. Doch genau diese Jahreszeit ist in der Natur wichtig, damit im Frühling wieder alles erblühen kann. Und für uns ist diese Zeit der Ruhe wichtig, um Kräfte zu sammeln für Neues in unserem Leben.

Die Natur kommt vollständig zur Ruhe

War der mitunter goldene Oktober noch erfüllt von milden Winden unter buntem Blätterdach, so kommt die Natur nun vollständig zu Ruhe. Frostige Nächte lassen den Rest an Vegetation absterben. Die dunkle Jahreszeit beginnt. Es gibt nichts mehr zu tun.

Nach alten Bräuchen sind alle Geräte und Werkzeuge gereinigt und verstaut für den Winter. Auf den Feldern ist die Arbeit getan. Die Menschen ziehen sich in ihre Häuser zurück und versammeln sich ums Feuer. Die Frauen spinnen und erzählen sich Geschichten. Das Feuer bietet den Menschen Schutz vor Kälte, hat reinigende Wirkung und symbolisierte die Rückkehr der Sonne. Die Erde macht sich bereit für neues Leben und sammelt all ihre Kräfte, zieht sie zusammen und bereitet den Humus vor, damit das Samenkorn, gebettet in fruchtbarer Erde, neues Leben hervorbringt.

Die Dunkelheit als Schöpferimpuls, der Neues entstehen lässt

In unseren religiösen Traditionen wird das Licht häufig verehrt. Im Christentum steht das Licht für das Göttliche und die Dunkelheit für das Böse. Wir zünden Kerzen an, entfachen ein Feuer, um die Kraft des Bösen zu verdrängen. Licht und Dunkelheit stehen sich als Widersacher gegenüber. Das war nicht immer so und auch heute findet die Dunkelheit in verschiedenen spirituellen Traditionen einen ehrenvollen Platz. Die Dunkelheit mit ihrer ganz eigenen Kraft, sie gebärt das Licht und alles Leben.

In der Dunkelheit wird das innere Licht, die Erkenntnis, das Unbewusste geboren. Eine tiefe Weisheit, die der Verstand niemals erlangen kann, zeigt sich. Eine ungeahnte Kraft, die den Schöpferimpuls in sich trägt und Neues erschafft.

Altes sterben lassen, damit Neues entsteht

Es geht um Rückzug, Stille und die leisen Töne in unserem geschäftigen Alltag. Wir brauchen diese Jahreszeit, um auszuruhen, auf das vergangene Jahr zu schauen und nun alles loszulassen, was uns nicht mehr dienlich ist. Es ist die Zeit der Weisheit, der Erkenntnis, des Vergehens – kurz bevor ein neuer Lebenszyklus beginnt. Alles ist eins, nichts hat eine Form. Nur so können sich die Schätze, Gaben und Kräfte, die in uns bereits angelegt sind, im neuen Jahr entfalten.

Impulsfragen an dich
  • Welche Höhen und Tiefen haben dich herausgefordert?
  • Was hat dir Freude beschert, Kummer gemacht, Schmerz bereitet?
  • Was blieb unerledigt und welche Früchte hast du geerntet?
  • Was ist bereit zu sterben?
  • Und was möchtest du weiterspinnen und –entwickeln?
Bist du neugierig geworden?

Dann trag dich hier für meinen Newsletter ein – ich schreibe über Werte, Emotionen, persönliche Entwicklung mit einer Prise “Zukunft ist weiblich”.