Alteneinrichtungen

von | 11 Mai 2020

Kreativität ist jetzt in Alteneinrichtungen gefragt: Einrichtungen sollten heute die Krise nutzen, um sich mehr und mehr in die Öffentlichkeit zu wagen und zu zeigen: Wir leisten gute und wertvolle Arbeit und kümmern uns wohlwollend mit Fachwissen und Herz um die uns anvertrauten Menschen. Mehr als ein Handy oder die Kamera der Einrichtung, ein bisschen digitales Verständnis und technisches Know-How reicht aus, um zu starten.

Ideen für Kontakt, Austausch und Begegnung

Verschlossene Türen in Corona-Zeiten erfordern von Alteneinrichtungen neue Modelle für Kontakt, Austausch und Begegnung. Viele Ideen werden bereits umgesetzt: Gespräche durch das Fenster, Spaziergänge auf Distanz oder Veranstaltungen vor der Türe, an der die BewohnerInnen vom Fenster aus oder über den Balkon teilnehmen. All dies sind Maßnahmen, die sich nun mit einer Corona-Knigge verbinden müssen, um eine Kultur der gegenseitigen Rücksichtnahme und Solidarität zwischen den Generationen zu fördern.

Hilfreich wäre nun von Seiten der Politik beispielsweise eine Aufklärungs- und Präventionskampagne, die die Menschen sensibilisiert, ihr Verhalten gegenüber alten Menschen zu ändern. Vor 25 Jahren ist dies mit der Anti-Aids-Kampagne gut gelungen. Natürlich können und sollen sich die Einrichtungen dafür einsetzten, dass nun mehr geschieht an Prävention und Aufklärung, denn die Corona-Krise wird uns weiter beschäftigen.

Wer allerdings darauf wartet, dass im Außen etwas initiiert wird, verpasst viele Chancen, die jetzt bereits mit kleinen Maßnahmen an Öffentlichkeitsarbeit den Veränderungsprozess voranbringen können. Wunderbare große und kleine Gesten von Herzenzgrüßen auf Postkarten, Geburtstagsständchen auf der Trompete über Liebesbotschaften mit Luftballons, Kreidebildern und Gesangseinlagen bis hin zu digitalen Kontaktangeboten berühren die BewohnerInnen, MitarbeiterInnen und Angehörige gleichermaßen. Und genau das darf auch ins Quartier strahlen, das interessiert die Öffentlichkeit, Nachbarn, Kooperationspartner, Gemeindemitglieder, Ortsvereine und auch zukünftige Bewerber.

Jetzt öffentlichkeitswirksame Maßnahmen umsetzen

Die sozialen Medien und andere digitale Interaktionsformen bieten ideale Plattformen an, um die gute Arbeit, die in Einrichtungen von Pflegemitarbeitenden täglich geleistet wird, nach außen sichtbar zu machen. Da all diese Medien sehr viral wirken, gehen unter Umständen nicht nur die Klickzahlen durch die Decke. Manch gelungene Aktion oder profiliertes Statement zur Lage findet den Weg in die Lokalmedien oder gar in die überregionalen Nachrichten und erlangt nicht nur einen hohen Bekanntheitsgrad, sondern erntet auch Zustimmung, Sympathie und Vertrauen; Merkmale, für die ein Öffentlichkeitsarbeiter in normalen Zeiten viel Energie, Zeit und Geld in wirksame Maßnahmen investieren muss.

Derzeit setzen alle Zuschauer, Leser und User die Messlatte nicht so hoch was Professionalität angeht. Da darf auch mal ein Bild etwas verwackelt sein, der Text leicht sperrig zu lesen oder im Video plötzlich ein Passant durch den Dreh laufen – das wird aktuell großzügig verziehen. Es geht um die gut gemeinte Aktion, die berührt, unterhält, aufmuntert, informiert. Beiträge, die die Menschen zeigt, das wohlwollende Miteinander, der unermüdliche Einsatz und das wertvolle Engagement.

Der erste Schritt ist der, den du jetzt tun kannst!

© Bild: iStock, 541975802, g-stockstudio

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Michaela Arlinghaus

Michaela Arlinghaus
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