Löffelliste? Ja, klar!

von | 21 Jan 2021

Wer braucht schon eine Löffelliste? Zu Anfang skeptisch, hat mich diese Schöner-Leben-Löffelliste sehr herausgefordert. Erst wollte ich sie gar nicht erstellen und schon mal gar nicht veröffentlichen, ist so eine Liste doch etwas sehr persönliches. Dann brauchte ich ewig, bis ich bei Punkt 15 angelangt war und am Ende bin ich überrascht darüber, was so alles an Wünschen, Träumen und Visionen in mir schlummert. Selbstermächtigung ist auch hier das Zauberwort: Ich bringe genau das ins Leben, was immer schon in mir ist und ich schreibe diese Liste so individuell, wie es mir beliebt. Und dann ist diese Liste ganau zu diesem Zeitpunkt genau das Richtige für mich – nämlich Jetzt. In diesem Blogbeitrag schreibe ich darüber, was eine Löffelliste ist, warum es auch für dich sinnvoll sein kann eine zu erstellen und zeige dir, wie meine Löffellsite aktuell aussieht.

Eierlikör selbst machen und wieso brauche ich eine Löffelliste?

Eine Löffelliste oder auch Bucket List ist eine Liste mit all den Dingen, die du erlebt haben willst, bevor du den Löffel abgibst. Bucket List (englisch „to kick the bucket“, was umgangsprachlich soviel bedeutet wie den Löffel abgeben). Du kannst deine Liste auch Wunschliste, To-do-Liste, Eimerliste oder Zielliste nennen.

Ein populäres Beispiel entstammt dem Film: „The Bucket List – Das Beste kommt zum Schluss“ aus dem Jahr 2007 mit Jack Nicholson und Morgan Freeman. Beide an Krebs erkrankt und nur noch sechs Monate zu leben, erstellen sie gemeinsam eine Bucket List, die sie sogleich in die Tat umsetzten:  Fallschirm springen, einen Mustang fahren, die Pyramiden und den Taj Mahal sehen, einem fremden Menschen etwas Gutes tun, so sehr lachen, bis man weint, das schönste Mädchen der Welt küssen und so weiter.

Wir erinnern uns an unsere Träume, Wünsche, Sehnsucht

Eine Löffelliste erinnert uns daran, das Leben jetzt zu leben und nicht erst, wenn die Kinder aus dem Haus sind, das Rentnerleben eintritt, die Lebensversicherung ausbezahlt ist oder wir im Urlaub sind. Denn dann kann es passieren, dass wir über unsere Träume alt geworden.

“Eines Tages wirst du aufwachen und keine Zeit mehr haben für die Dinge, due du immer tun wolltest. Tue sie jetzt.” Paulo Coelho

Löffellisten eignen sich nicht nur für Vorhaben, die du dir bis zu deinem Lebensende erfüllen möchtest. Mitunter ist das ein großer Zeitraum. Da können Wünsche schon mal in Vergessenheit geraten. Du kannst selbst für dich festlegen, ob die Liste für ein Jahr, die Coronazeit, den Frühling oder tatsächlich für dein gesamtes Leben gilt.

Eine Löffelliste ist so individuell wie einzigartig

Mit einer Löffelliste verbinden wir uns mit unserem inneren Sein, mit dem, was in uns bereits vorhanden ist und sich danach sehnt, ausgedrückt zu werden. Indem wir es aufschreiben erinnern uns wieder unserer Träume und Visionen. All die Dinge, die im Alltag untergehen oder die wir selbst mitunter durch alte Glaubenssätze verhindern.

Ich stelle mich zum ersten Mal dieser Aufgabe. 108 Punkte sollten es werden – 108 ist in der indischen Tradition eine heilige Zahl, die mich in meiner spirituellen Praxis schon länger begleitet. Diese Liste schaffe ich in kurzer Zeit – so mein Gedanke und ich wählte einen verregneten Nachmittag. Locker kam ich bis Punkt 15, mit Stierblick auf den Bildschirm erreichte ich dann  Punkt 30. Mir wurde Angst und Bange, ging es doch nach und nach ins Eingemachte. Öffentlich bekunden, wonach ich mich sehnte? Beruflich, persönlich und ganz privat? In welcher Ecke meiner Seele finde ich diese Wünsche und wie lange hatte ich meine Träume schon in den Keller verstaut? Nun hatte ich mich für dieses Jahr bereits mit meinem Jahresmotto “Sichtbarkeit” verpflichtet. Also los…

Meine Liste besteht aus kleinen Vorhaben wie ein Kleid kaufen, übers Feuer springen und großen Wünschen wie mit dem Wohnmobil zwei Monate in den Süden fahren oder auf der Bühne stehen. Manche Punkte auf der Liste lassen sich leicht erfüllen und andere dauern mehr als ein Jahr, bis  ich sie realisiere. Die Liste darf wachsen. Es ist eine Liste für dieses Jahr 2021, für die Coronazeit und für die Jahre danach.

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Meine ganz persönliche Schöner-Leben-Löffelliste

  1. Im Sommer vor dem Sonnenaufgang raus in die Natur gehen und sich von der Sonne die Nase kitzeln lassen
  2. Einen Solo-Kabarettauftritt vor Publikum
  3. Übers Feuer springen zur Sonnenwende
  4. In der Natur eine Nacht verbringen
  5. Meinen Enkelsohn in den Armen wiegen und ein Lied summen – ERLEDIGT – natürlich kann ich da unmöglich von erledigt sprechen. Mithat wird mein Leben reicher machen
  6. Im freien Gewässer oder im Meer schwimmen – ERLEDIGT – das möchte ich am liebsten mehrmals im Jahr haben
  7. Eine Bergtour mit dem Rad
  8. Eine Kurzgeschichte veröffentlichen
  9. Ein saftiges Körnerbrot backen
  10. Ein Kleid kaufen ERLEDIGT – das wird nicht mein letztes sein
  11. Selfie-Video-Storries auf Instagram posten
  12. Life-Videos in Facebook erstellen
  13. Ein Besuch am Meer ERLEDIGT – das brauche ich jedes Jahr mindestens einmal
  14. Online-Seminar anbieten ERLEDIGT
  15. An einem Yogini-Retreat life teilnehmen ERLEDIGT
  16. Gemüse fermentieren ERLEDIGT
  17. Auf einem Pferd reiten
  18. Eine Collage aus verschiedenen Materialien erstellen
  19. Ein Tinyhouse bewohnen
  20. Gemüse anbauen
  21. Eine Wanderung bei Vollmond
  22. Das Thema Zukunft ist weiblich durchdringen ERLEDIGT – auch hier: ich könnte dieses Thema vermutlich in einem Studium vertiefen
  23. Eine Reise nach innen, allein in der Natur nur mit Wasser und Schlafsack (im Sommer)
  24. Ein Online-Angebot für Frauen erstellen
  25. Zwei Monate in einer südlichen Urlaubsregion leben und arbeiten
  26. Kimchi selbst herstellen
  27. Einen Singkurs machen
  28. Eine Fluss-Radtour
  29. Zelten und das Meer hören
  30. Einen Newsletter installieren und anbieten ERLEDIGT
  31. Lange Umarmungen (21,22,23…) mit meinen Liebsten ERLEDIGT – wobei das ja eine immerwährende Seeligkeit ist
  32. Eine eigene Meditation kreieren ERLEDIGT
  33. Ein Mandala in der Natur legen
  34. Meine Ernährung umstellen: Genuss ohne Reue ERLEDIGT; dennoch bleibt es ein Thema in meinem Leben
  35. Malen, versonnen wie ein Kind ERLEDIGT
  36. Chameli Ardagh persönlich kennenlernen
  37. Alte Rituale und Jahreskreisfeste erforschen ERLEDIGT – das bleibt spannend auch für meine zukünftige Forschung
  38. Selleriesaftkur machen ERLEDIGT
  39. Ein Actionboard für mein Enkel basteln
  40. WordPress erkunden und lernen ERLEDIGT
  41. (Fast) nackt im Regen stehen
  42. Die erste Serie im Ashtanga-Yoga (wieder) schaffen ERLEDIGT – geschafft ja, aber an der Routine werde ich noch arbeiten (müssen)
  43. Eine Körperbutter selbst herstellen ERLEDIGT und verschenkt an meine Tochter
  44. 52 Blogbeiträge schreiben ERLEDIGT
  45. Ein “Freebie” anbieten – ERLEDIGT
  46. Eine Woche nur Kleider und Röcke anziehen ERLEDIGT
  47. Mit dem Rad die Rhön erkunden und Käthe besuchen
  48. Tanzen, bis ich nicht mehr kann ERLEDIGT
  49. Eierlikör selbst machen
  50. Gesunder Darm ERLEDIGT, allerdings bleibt das eine kleine Schwachstelle
  51. Körperbemalung ausprobieren
  52. Meinen alten Küchenschrank aufhübschen und lackieren
  53. Selfies mit Mut posten
  54. Auf der Wiese liegen und in den Himmel schauen ERLEDIGT
  55. Pinterest erobern ERLEDIGT
  56. Eine Fotocollage mit alten Fotos
  57. Kerzen ziehen
  58. Heiraten
  59. Den Film Goldmund und Narziss schauen
  60. Mit dem Wohnmobil zwei Monate in den Süden fahren

Was ist es, das du auf deine Löffelliste schreiben würdest?

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Michaela Arlinghaus

Michaela Arlinghaus
Bloggen – meine neue Leidenschaft

In diesem Blog findest du wöchentlich neue Themen aus meinem beruflichen Alltag.

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