Was ist eigentlich ein Spiegelsalon?

von | 14 Apr 2022 | 0 Kommentare

Ich suche schon lange nach einem geeigneten Begriff für eine besondere Weise von Austausch, die ich meiner Community bieten möchte. Ich sehe einen Raum, indem Frauen sich vertiefen, austauschen, reflektieren und erforschen können, ohne verglichen, beurteilt oder bewertet zu werden. Einen geschützten Raum, in dem Vertrauen, Mitgefühl, Wertschätzung, Leichtigkeit und Lebendigkeit tragende Säulen sind. In diesem Blogbeitrag schreibe ich darüber, was ein Spiegelsalon ist und was dich da erwartet.

Antworten finden, die dir wirklich entsprechen

Ich vertiefe mich gern. Ich höre zu, lausche, stelle Fragen und halte Stille aus. Neugierig, präsent und mit weit offenem Herzen bin ich mit meiner Aufmerksamkeit bei dem anderen. Damit ergibt sich ein Raum, in dem mein Gegenüber in sein Anliegen eintauchen kann. Der andere trifft wirklich auf Antworten, die ihm oder ihr entsprechen. Ein Prozess, der etwas in Bewegung bringt, das tiefgründig, zunächst überraschend ist, weitere Gefühle hervorruft und am Ende Entlastung, Klärung und Neubewertung schafft.

Viele Methoden begegneten mir im Laufe der Jahre, die mit dieser Haltung arbeiten:

  • Reflecting-Teams oder kollegiales Coaching
  • Aktives oder empathisches Zuhören
  • Freie Aufmerksamkeit in der Co-Counselling-Arbeit
  • Dyaden-Meditation bzw. Dyaden-Gespräche in der spirituellen Arbeit

Ich selbst bin seit vielen Jahren geübt mit diesen Methoden, wende sie in meinen Coachings und Seminaren an und habe sie für mich weiterentwickelt. Dafür suchte ich lange nach einem passenden Namen. Denn diesen Rahmen möchte ich ebenso in meinen Online-Kursen für Frauen gestalten.

Spiegeln heißt Annehmen, was ist

Allen Methoden gemeinsam ist das Spiegeln. Ein Spiegel zeigt dich so, wie du bist. Du gehst mit dir in Resonanz. In der klientenzentrierten Pychotherapie nach Carl Rogers heißt Spiegeln, dass wir das, was wir wahrnehmen, spüren, hören und sehen, zurückgeben. Wir drücken mit Worten, Gesten und über den Körper aus, was wir verstanden haben, an Inhalt, Gefühlen und Bedürfnissen. Spiegeln geht ebenso ohne Worte. Ich kann ebenso Spiegel sein für jemanden, der in einer für mich fremden Sprache spricht. Es ist vor allem eine Haltung, weniger ein Tun. Es erfordert ein hohes Maß an Empathie und zeugt von Achtung, Authentizität und Kongruenz.

Spiegeln hilft, das eigene Denken, Fühlen und Handeln aus einer wohltuenden Distanz wahrzunehmen. Es löst innere Blockaden, vertieft Prozesse und stärkt einen Perspektivwechsel. Allen Methoden und Richtungen, die ich in der Aufzählung oben nannte, haben das Spiegeln zur Grundlage.

Den Verstand leer machen und mit dem ganzen Wesen zuhören

Ich bin zutiefst überzeugt, dass die Lösungen für all unsere Fragen bereits in uns vorhanden sind. Was wir allerdings immer wieder erleben, sind wohlmeinende Ratschläge anderer Menschen. Kurzfristig mag es sein, dass wir damit einen Schritt weiterkommen. Doch wirklich Veränderung in uns bewirkt es nicht.

Frag dich selbst, wann hast du einem Menschen das letzte Mal wirklich zugehört? In unserm manchmal stressigen und herausfordernden Alltag sind wir mit unseren eigenen Anliegen befasst. Wir scheinen keine Zeit, Muße oder Ruhe zu haben, uns dann auch noch mit den Fragen und Problemen anderer Menschen zu befassen.

Die Freundin, die nicht weiß, ob sie den Job kündigen soll, die Schwiegermutter, die sich einsam fühlt oder der Arbeitskollege, der immer nur jammert. Allzu schnell wollen wir helfen, machen Vorschläge oder beschwichtigen, ohne vorher überhaupt den Raum fürs Zuhören geöffnet zu haben. Manchmal machen wollen wir das Problem einfach vom Tisch haben.

Im Spiegelsalon darfst du sein!

Ich möchte diesen Raum kreieren und Frauen zusammenbringen, die sich feiern, achten, hören, sehen und anerkennen. Ich habe das Bild, dass wir uns darin sicher fühlen und uns wieder erinnern, wer wir noch sind, was wirklich wichtig ist, was wir brauchen im Leben und was wir in die Welt bringen möchten.

Ich eröffne den Spiegelsalon und lade Frauen ein, die sich ihrer (weiblichen) Werte erinnern möchten. Es geht um Werte, Gefühle, Emotionen, persönliche Entwicklung, Kommunikation.

Wir treffen uns über Zoom, eine gute Stunde, 2–4 Mal im Monat. Ich moderiere den Prozess, gebe eine kleine Einführung, biete Raum für Entspannung, Übung oder einen thematischen Impuls zu einem Mehr an emotionaler Balance. Im weiteren Verlauf gehen wir in den Austausch, praktizieren und experimentieren mit neuen Erfahrungen. Wir schließen mit einer Fragerunde ab.

Bist du neugierig? Komm in meinen Newsletter und du erfährst, wann, wo und wie der Spiegelsalon seine Türen öffnet. Oder trag dich hier gleich ins Formular ein!

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Michaela Arlinghaus

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Bloggen – meine neue Leidenschaft

In diesem Blog findest du wöchentlich neue Themen aus meinem beruflichen Alltag.

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